Pflanzsteine

Trockenmauer

Trockenmauern sind im Trend

Trockenmauern nennt man das Mauerwerk, das aus unregelmäßig geformten Natursteinen ohne Mörtel oder andere chemikalischen Zusätze gebaut wird und fast ausschließlich im Freien vorzufinden ist.

Beim Bau von Trockenmauern werden Natursteine oder Findlingssteine übereinander gelegt oder miteinander verkeilt.

Als Verbindungselement für die großen Steine dienen manchmal Erde, Sand, Lehm , kleine Steine oder eine Kombination aus Allem.

Trockenmauern findet man zum Teil als Abgrenzungsmauern, Wind- und Sichtschutzmauern, an Steilhängen von Weinbergen, als Stützmauern von Terrassen, als Einfassung von Brunnen, als Mauerwerk an Friedhöfen und Böschungen, als Acker- und Weideeinfassung.

Je nach Breitengrad und örtlicher Witterung begünstigt die Trockenmauer das Vorkommen von Pflanzenarten, besonders von Kräutern. Als „Steingartenpflanzen“ sind hier unter anderem Grasnelke, Alpenaster, Hungerblümchen, Schleierkraut, Lavendel, Leimkraut und Thymian geeignet.

Aus der Fauna findet man neben bedrohten Tierarten häufig Bienen, Eidechsen oder Rotkehlchen, die den Lebensraum „Trockenmauer“ als angenehm empfinden.

Die Trockenmauer und ist besonders im Weinanbau wegen ihrer wärmeisolierenden und wasserdurchlässigen Funktion beliebt. Die Trockenmauer kann Sonnenwärme speichern und sie nachts teilweise wieder an ihr Umfeld abgeben - sie ist daher nur selten in schattigen Bereichen zu finden.

Beim Bau einer Trockenmauer sollte man die Ost-West-Ausrichtung unbedingt beachten und beim Aufschichten die größeren Steine zuerst verwenden - es ist außerdem darauf zu achten, dass der vertikale Verlauf der Fugen versetzt ist.
Freistehende Trockenmauern sollten wegen ihrer Statik und Stabilität nicht höher als 120 cm angelegt werden.

In neuerer Zeit sieht man häufig auch Trockenmauern, deren hauptsächliche Stabilität durch Drahtgitterkörbe hergestellt wird.